Die Umgestaltung der Cuxhavener Innenstadt erreicht eine der entscheidendsten Phasen. Ab Montag, 4. Mai, wird die Deichstraße zwischen dem Amtsgericht und der Mittelstraße vollständig für den Fahrzeugverkehr gesperrt – voraussichtlich für drei Monate. Für Fußgänger bleibt der Bereich passierbar, doch für Autofahrer bedeutet die Sperrung eine deutliche Veränderung im täglichen Verkehrsfluss.
🚧 Massive Änderungen an der zentralen Kreuzung
Besonders betroffen ist die vielbefahrene Kreuzung am Amtsgericht. Wer aus Richtung Bahnhof kommt, kann künftig weder rechts in die Deichstraße noch links in Richtung Innenstadt abbiegen. Die Kreuzung, an der bisher vier Einmündungen zusammenliefen, wird vorübergehend auf eine einzige Fahrtrichtung reduziert: geradeaus.
Damit verändert sich ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, der seit Jahrzehnten das Bild der Innenstadt prägt.
🚦 Neue Ampelanlagen übernehmen die Steuerung
Bereits am 29. April wurden neue Bauampeln in Betrieb genommen. Die alte Anlage – über 30 Jahre alt – wird Schritt für Schritt ersetzt. Projektleiter Marco Lammers erklärt: „Durch die Baumaßnahme mussten wir ohnehin eingreifen. Da war klar: Wenn wir hier umbauen, dann gleich richtig.“
In der Nacht zu Montag rückt die Baufirma an, um Absperrungen, Markierungen und Sicherungen einzurichten.
🚶♂️ Was bleibt offen – was bleibt zu?
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Fußgänger: können weiterhin entlang Amtsgericht, Waldorfschule, Deichhaus und Kreishandwerkerschaft gehen.
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Autos: komplette Sperrung der Deichstraße.
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Dauer der strengen Sperrung: etwa 4–5 Wochen.
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Anfang Juni: Asphaltierung des Kreuzungsbereichs. Dann soll zumindest die Linksabbiegung von der Konrad‑Adenauer‑Allee in Richtung Innenstadt wieder möglich sein.
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Die Deichstraße selbst bleibt weiterhin gesperrt.
🧱 Optische Neugestaltung: Verbindung zum Lotsenviertel
Der neue rote Pflasterstein ist bewusst gewählt: Er soll das Lotsenviertel optisch mit der Deichstraße verbinden und Fußgänger intuitiv in Richtung des zweiten Stadtzentrums leiten. Ein ähnlicher Versuch mit einer blauen Bodenlinie war in der Vergangenheit gescheitert – diesmal soll es dauerhaft funktionieren.
🪜 Fortschritte am NPorts‑Gebäude und Deichfenster
Parallel zur neuen Bauphase wurde die Treppenanlage vor dem NPorts‑Gebäude nahezu fertiggestellt. Auch das viel diskutierte Deichfenster nimmt Form an: Ein Teil des alten Deiches wird derzeit wieder aufgeschüttet, wodurch sich das Sichtfeld vorübergehend verkleinert. Später entsteht hier jedoch eine 16 Meter breite Glasfront, die den Blick auf Schleusenpriel, Hafenanlagen und die City‑Marina freigibt – für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer.
🚗 Empfehlung der Stadt: Bereich weiträumig umfahren
Die Stadt rät allen Verkehrsteilnehmern, die nicht zwingend durch die Innenstadt müssen, den Bereich zu meiden. Eine sinnvolle Ausweichroute führt über die Kapitän‑Alexander‑Straße, vorbei an den Geschäften, über die Klappbrücke am Maritimen Sicherheitszentrum – und von dort weiter in alle Richtungen.