Eine 85‑jährige Frau aus Cuxhaven ist am Mittwoch, 29. Juli 2026, Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die Täter erbeuteten dabei 42.500 Euro Bargeld. Die Polizei bestätigte den Vorfall am Donnerstag und hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet.
🔍 Ablauf des Betrugs
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin gegen 13:15 Uhr einen Anruf, bei dem ihr ein angeblicher Behördenmitarbeiter mitteilte, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Haftstrafe abzuwenden, müsse sofort eine hohe Geldsumme als „Kaution“ übergeben werden. Die Täter bauten gezielt Angst und enormen Zeitdruck auf, sodass die Seniorin das Geld kurze Zeit später an eine unbekannte Person an ihrer Wohnanschrift übergab. Erst danach erkannte sie den Betrug.
🚨 Ermittlungen & Zeugenaufruf
Die Polizeiinspektion Cuxhaven bittet dringend um Hinweise: Wer am Mittwoch zwischen 13:15 und 14:15 Uhr im Bereich der Freiherr‑vom‑Stein‑Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, soll sich unter 04721 / 573‑0 melden.
⚠️ Hintergrund: Schockanrufe nehmen bundesweit zu
Der Fall in Cuxhaven reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Betrugsdelikte in Deutschland:
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Ramstein‑Miesenbach: Eine 85‑Jährige übergab nach einem Schockanruf 19.000 Euro an einen angeblichen „Kautionskurier“.
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Neukirchen: Eine Seniorin zahlte bei drei Übergaben einen unteren fünfstelligen Betrag, nachdem ein angeblicher Enkel einen Unfall vorgetäuscht hatte.
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Leichlingen: Eine Frau übergab Bargeld und Schmuck im Wert eines fünfstelligen Betrags an einen angeblichen Staatsanwalt.
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Melsungen: Eine Seniorin verlor Bargeld und Gold im Wert von mehreren zehntausend Euro nach einem fingierten Arzt‑Anruf.
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Nürnberg: Eine 91‑Jährige übergab 100.000 Euro, nachdem ein vermeintlicher Arzt behauptete, ihr Sohn sei schwer erkrankt.
🛡️ Polizei warnt eindringlich
Die Polizei betont:
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Echte Behörden fordern niemals telefonisch Kautionen.
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Geld oder Wertsachen werden niemals durch unbekannte Kuriere abgeholt.
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Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und Angehörige unter bekannten Nummern kontaktieren.
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Im Zweifel immer die 110 wählen.
Die Beamten appellieren besonders an Angehörige, mit älteren Familienmitgliedern über diese Betrugsmaschen zu sprechen, da Täter gezielt ältere Menschen auswählen.