Weil kritisiert Hamburgs Verklappungspläne scharf

Stephan Weil (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Moritz Frankenberg/dpa (Quelle: dpa)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Ankündigung Hamburgs scharf kritisiert, Hafenschlick vor der Insel Scharhörn verklappen zu wollen. Dieser Schritt sei nicht mit Niedersachsen abgesprochen worden, sagte Weil am Donnerstag bei einem Besuch in Cuxhaven. „Wir teilen als Land die Bedenken von Cuxhaven“, betonte er.

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde hatte angekündigt, dass ein Teil des Schlicks, der beim Ausbaggern der Elbe anfällt, vor der zu Hamburg gehörenden und unweit des Nationalparks Wattenmeer liegenden Insel Scharhörn vom Schiff ins Meer versenkt werden soll. Ein Gutachten der Hamburger Hafenbehörde HPA habe ergeben, dass es ökologisch unbedenklich sei, den Elbschlick dorthin zu bringen.Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) sagte, es sei zu erwarteten, dass der schadstoffhaltige Schlick sich durch die Gezeitenbewegungen vor Cuxhavens Stränden wieder ablagern werde. „Ich bin froh, dass sich der Ministerpräsident so klar positioniert hat und auf unserer Seite steht“, sagte Santjer. Cuxhaven prüfe rechtliche Schritte gegen Hamburgs Entscheidung.Auch Niedersachsen prüft zusammen mit einer Anwaltskanzlei die Möglichkeit von Rechtsmitteln, sagte Weil. „Vor Gericht landet das auf jeden Fall“, sagte Niedersachsens Regierungschef mit Blick auf die Klageankündigung von Naturschutzverbänden.