Deichbrandfestival 2022 – Vorläufiges Abschlussfazit

Wurster Nordseeküste/Wanhöden.

Kriminaldirektor Arne Schmidt, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Cuxhaven zeigte sich als Gesamteinsatzleiter in einem vorläufigen Abschlussfazit des 16. Deichbrand-Festivals sehr zufrieden. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause feierten im Zeitraum von Mittwoch bis Sonntag (20.07.-24.07.2022) laut Angaben des Veranstalters bis zu 60.000 Besucherinnen und Besucher täglich und wie aus den Vorjahren gewohnt, friedlich und ausgelassen miteinander.

Im Verlauf des Festivals hat die Polizei, die auch in diesem Jahr wieder rund um die Uhr mit einer Festivalwache vor Ort im Einsatz gewesen ist, bis Sonntagabend rund 90 Straftaten polizeilich registriert. 2019 wurden im gesamten Festival-Verlauf rund 130 Straftaten angezeigt (2018 = 110). Es handelte sich dabei um „festivaltypische“ Delikte wie Diebstähle, einfache Körperverletzungen, Erschleichen von Leistungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Das Straftatenaufkommen ist damit vorbehaltlich des letzten Festivalabends im Vergleich zu den Vorjahren nochmals zurückgegangen.

„Die Konzepte rund um die Themen Sicherheit, Kriminalität und Verkehr aus den Vorjahren wurden nur minimal angepasst und haben sich erneut bewährt“, bilanziert Kriminaldirektor Arne Schmidt.

Die Möglichkeit der Frühanreise nutzten am Mittwoch bereits annähernd 15.000 Festivalgäste. Mit dem Konzept der Frühanreise hat sich der Verkehr am Hauptanreisetag, dem Donnerstag, deutlich entzerrt. So konnten dann auch am Donnerstag erfreulicherweise nur geringe Verkehrsbeeinträchtigungen um das Veranstaltungsgelände festgestellt werden. Es kam lediglich zu kurzen Staubildungen auf der BAB 27 und der Landesstraße 135.

Beamtinnen und Beamte des Hauptzollamtes Bremen und der Polizei führten während des gesamten Festivals gemeinsame Kontrollen im öffentlichen Verkehrsraum durch. Die Beamten zogen an den beiden Hauptanreisetagen knapp ein halbes Dutzend berauschter Fahrer aus dem Verkehr. Blutprobenentnahmen und entsprechende Anzeigen waren die Folge. Die Polizeiinspektion Cuxhaven weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass auch bei der Abreise mit verstärkten Alkohol- und Drogenkontrollen zu rechnen ist.

Die Veranstaltungen auf und rund um das Gelände verliefen aus polizeilicher Sicht weitestgehend störungsfrei. Eine Einflussnahme auf den Ablauf war nicht nötig. Auch das Wetter zeigte sich im Verlauf der Veranstaltung den Besuchern wohlgesonnen, nachdem es zunächst am Mittwoch bei Temperaturen um die 35°C sehr heiß und am Donnerstag mit dauerhaftem Regen doch eher unangenehm war. Insgesamt waren täglich rund 270 Beamte im Einsatz. Die Beamten kamen aus der Zentralen Polizeidirektion in Hannover und Oldenburg, der Polizeidirektion Oldenburg und natürlich aus der Polizeiinspektion Cuxhaven.

„Die Veranstalter und die Einsatzleitungen der Polizeidienststellen sämtlicher Festivals dieser Größenordnung haben sich auch in diesem Jahr ausgetauscht und über aktuelle Phänomene, aber auch über Hygienemaßnahmen, gegenseitig informiert. Hieraus gewinnen alle Beteiligten wertvolle Hinweise für die Planungen des nächsten Events“, erläutert Polizeioberrätin Stefanie Köster, die als stellvertretende Inspektionsleiterin ebenfalls zum Team der polizeilichen Gesamteinsatzleitung gehörte.

Arne Schmidt resümierte: „Ich bin mit dem Veranstaltungsverlauf sehr zufrieden. Es ist immer eine Herausforderung, die richtige Balance zwischen Präsenz und Intervention zu finden, das ist den Einsatzkräften dieses Jahr erneut hervorragend gelungen, wofür ich sehr dankbar bin. Diejenigen, die ein fröhliches und friedliches Festival missbrauchen, um über die Stränge zu schlagen, anstößige Bilder oder Videos zu bekommen oder sich schlicht unangemessen verhalten sollen spüren, dass wir als Polizei da sind und konsequent dagegen einschreiten. Die anderen, die feiern wollen, die Bands hören oder einfach den Alltag ausblenden möchten, sollen dies auch genießen können, solange die geltenden Regeln eingehalten werden.

Auch in diesem Jahr ist es uns gemeinsam mit dem Veranstalter und den anderen Sicherheitsbehörden gelungen, für einen ausgelassenen, aber gleichzeitig friedlichen und störungsfreien Ablauf zu sorgen“.