Achtung: Schulanfang – Bitte um Rücksichtnahme

Cuxhaven – Ab Donnerstag den 25.08.2022 geht die Schule wieder los und die Sommerferien vorbei.
Damit sind im morgendlichen Berufsverkehr und um die Mittagszeit wieder viele Schulkinder unterwegs.
Hier sind besonders die Erstklässler gefährdet , da viele zum ersten Mal in ihrem Leben ohne Begleitung am Verkehr teilnehmen. Am Donnerstag beginnt für zahlreiche Kinder in Cuxhaven und Umland ein neuer Lebensabschnitt und für die kleinen ist das ist zunächst eine ebenso große Herausforderung. Besonders der Straßenverkehr.

Die Polizeiinspektion Cuxhaven und auch wir von Radio Cuxhaven bitten daher alle anderen Verkehrsteilnehmende um besondere Rücksichtnahme. Kinder sind nämlich aus gleich mehreren Gründen im Straßenverkehr besonders gefährdet. Wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie häufig von Autofahrern übersehen. Außerdem können sie Gefahren oftmals nicht richtig einschätzen. Aufgrund der Körpergröße fehlt ihnen noch der Überblick, auch das Richtungshören ist noch nicht ausgeprägt und das Sichtfeld eingeschränkt. So kann z. B. ein herannahendes Auto „aus dem Augenwinkel“ nicht immer erkannt werden. Die Schulanfänger lassen sich leicht ablenken und die Konzentration auf den Straßenverkehr ist schnell dahin. Schulweg gemeinsam trainieren! Sichere Schulwege und das richtige Verhalten im Straßenverkehr sind entscheidend dafür, dass die Kleinen wohlbehalten in den Schulen ankommen. Umso wichtiger ist es, den Schulweg zu trainieren! Und dabei kommt es auf die Hilfe der Eltern an: Mit anfänglicher Unterstützung und viel Training werden die Schulanfänger*innen schnell zu Profis. Gemeinsam sollte ein sicherer Schulweg ausgewählt und bis zum Schulbeginn regelmäßig mit den Kindern geübt werden. Hat die Schule begonnen, ist die Begleitung durch ein Elternteil noch wichtig. Haben die Kleinen nach einer gewissen Zeit aber Routine, sollten sie allein gehen. Nur so können sie lernen, sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Selbstständigkeit bringt Sicherheit – das „Elterntaxi“ nicht! Oft kommt es gerade durch die „Elterntaxis“ vor den Schulen zu Problemen, zum Beispiel wegen gefährlicher Fahr- und Wendemanöver. Wer in Ausnahmefällen auf das Auto nicht verzichtet kann, sollte keinesfalls direkt vor der Schule in zweiter Reihe parken, sondern mit etwas Abstand, damit die Kinder den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen können. Schulen sollten dazu entsprechende Hol- und Bringzonen einrichten

Tipps vom Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Cuxhaven, Polizeihauptkommissar Lüder Kath für den sicheren Schulweg:

   - Eltern sollten den Schulweg wiederholt mit ihren Kindern üben.
   - Beim gemeinsamen Begehen des künftigen Schulweges dem Kind 
     mögliche Gefahren zeigen und ausführlich besprechen.
   - Nicht immer ist der kürzeste Weg der sicherste. Daher sollten 
     auch kleine Umwege in Kauf genommen werden, wenn das der 
     Sicherheit dient.
   - Auf das Überqueren der Straße sollte besonders intensiv 
     eingegangen werden, da Kinder Geschwindigkeiten nicht 
     einschätzen können. Beide Straßenseiten müssen überschaubar und 
     frei sein. Das Kind soll nie schräg über die Straße gehen, 
     sondern immer den kurzen und geraden Weg wählen. Ampeln, 
     Fußgängerüberwege, Markierungen, "Kleine Gelbe Füße" oder 
     Lotsenübergänge nutzen.
   - Eltern sollten im Straßenverkehr ein Vorbild sein und sich daher
     immer an die Verkehrsregeln halten.
   - Auch über den ersten Schultag hinaus sollten Eltern ihre Kinder 
     begleiten und später gelegentlich aus dem Hintergrund heraus 
     kontrollieren, ob die Kleinen das Gelernte umsetzen.
   - Besondere Vorsicht gilt an Bushaltestellen. Kindern sollte 
     beigebracht werden, niemals vor oder hinter einem haltenden Bus 
     über die Straße zu laufen!
   - Hektik vermeiden! Impulsives Verhalten kann z. B. beim 
     Überqueren von Straßen eine wesentliche Rolle spielen, besonders
     wenn das Kind unter Zeitdruck gerät. Oft ist das frühe Aufstehen
     schon eine große Umstellung. Deshalb sollte auch der neue 
     Tagesrhythmus schrittweise trainiert werden. Genauso wichtig: 
     Genügend Schlaf. Denn nur dann ist ein Kind fit für den Alltag 
     im Verkehr. -Kinder sollten dem Wetter und der Jahreszeit 
     angemessen gekleidet sein - Kapuzen behindern oft die freie 
     Sicht, Jacken und Ranzen sollten reflektierende Stellen haben.

Hinweis für die Schulen:

Die Schulen können erneut die bekannten, gelben Spannbanner, bekommen, die die Autofahrer darauf aufmerksam machen sollen, ihre Anfänger*innen anzupassen. Die Spannbänder können auf der Wache nach telefonischer Rücksprache (Durchwahl 573-363 vormittags) abgeholt werden.