Corona: Clubs und Diskos öffnen, Betreiber kritisieren Regel

Nach mehreren Monaten Corona-Zwangspause dürfen ab Freitag wieder Clubs und Diskotheken in Niedersachsen öffnen. Die Branche erwartet jedoch Probleme. Grund ist ein Aspekt der Corona-Regeln.

Dirk Wöhler, Präsident des Berufsverbands Discjockey mit Sitz in Braunschweig verweist auf die FFP2-Maskenpflicht in Clubs, die in Niedersachsen auch für die Tanzfläche gilt. Nur im Sitzen darf die Maske abgenommen werden. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen hätten diese Regel nicht. „Mit Maske am Stehtisch stehen, dort sein Getränk zu sich nehmen, auf die Tanzfläche gehen und dann die Maske tragen, halte ich für sehr schwierig“, sagte Wöhler. Gerade wenn Alkohol ins Spiel komme, seien Menschen weniger gehemmt. Für die Betreiber sei dies zudem sehr schwer zu kontrollieren.

Vorgaben gelten auch für Jugendliche

Laut der neuen Corona Verordnung gilt ab morgen in Clubs und Diskotheken im Innen- und Außenbereich 2G+. Das heißt: Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, darf nicht rein. Wer noch keine dritte Impfung hat, benötigt zusätzlich einen negativen Test. Wessen zweite Impfung maximal 90 Tage her ist, braucht ebenfalls keinen Test. Das betrifft auch Menschen, deren Infektion maximal 90 Tage zurückliegt. Im Gegensatz zu anderen Bereichen gelten diese Corona-Vorgaben auch für Jugendliche unter 18 Jahren.

Die Regeln sind zunächst bis zum 19. März vorgesehen. Wie es danach weitergeht, ist für Diskotheken wie für viele andere Bereiche noch unklar.